Wenn ein Kettenantrieb im Rückwärtsgang oder in häufigen Start-Stopp-Szenarien verwendet wird, sollten bei der Kettenradkonstruktion die folgenden Maßnahmen ergriffen werden, um ein Springen der Kette oder einen vorzeitigen Verschleiß der Zahnoberflächen zu vermeiden:
1. Auswahl der Kettenradzahnnummer
Erhöhen Sie die Zähnezahl des kleinen Kettenrads entsprechend. Im Allgemeinen wird empfohlen, dass die Anzahl der Zähne am Antriebskettenrad ≥ 17 beträgt. Dies trägt dazu bei, den Eingriffseffekt und den Polygoneffekt zu reduzieren und dadurch das Risiko eines Kettenspringens zu verringern. Wenn die Anzahl der Zähne weniger als 17 beträgt, sollte eine gepufferte Startmethode (z. B. mit einem Sanftanlasser) gewählt werden, um die Stoßbelastung beim Anlauf zu reduzieren.
2. Optimierung des Zahnprofildesigns
Übernehmen Sie das „Drei-Bogen- und ein geradliniges Zahnprofil“. Wenn dieses Zahnprofil mit einer Rollenkette kämmt, ist die Kontaktspannung geringer, was den Verschleiß der Zahnoberfläche verringern kann. Gleichzeitig kann der Kehlradius am Zahnfuß entsprechend vergrößert werden (z. B. nicht weniger als das 0,6-fache der Kettenteilung), um die Spannungskonzentration zu verringern und die Ermüdungsfestigkeit des Zahnfußes zu verbessern.
3. Materialauswahl und Wärmebehandlung
Wählen Sie Materialien mit hoher Festigkeit und guter Verschleißfestigkeit, beispielsweise legierte Stähle wie 20CrMnTi. Führen Sie bei diesen Materialien eine Aufkohlungs- und Abschreckbehandlung mit einer Aufkohlungsschichttiefe von 0,8–1,2 mm und einer Oberflächenhärte von HRC 58–62 durch, um die Zahnoberflächenhärte und Verschleißfestigkeit zu verbessern. Bei häufigen Start-Stopp-Szenarien können zur Vermeidung von Sprödbrüchen durch übermäßig harte Materialien vergütete Stähle wie 40Cr verwendet werden, deren Härte auf HRC 32–36 eingestellt ist.
4. Schmierungsdesign
Offene Schmierführungsnuten am Zahnfuß des Kettenrads sorgen dafür, dass das Schmiermittel die Zahnoberfläche vollständig erreichen kann, wodurch Reibung und Verschleiß an der Zahnoberfläche verringert werden. Für Hochgeschwindigkeitsszenarien wird Tropfschmierung oder Ölnebelschmierung bevorzugt; Bei niedrigen Drehzahlen und hoher Belastung wird eine Fettschmierung empfohlen.
5. Vermeidung resonanzbedingter Kettensprünge
Wählen Sie die Anzahl der Kettenglieder sinnvoll aus. Vermeiden Sie, dass die Anzahl der Kettenglieder ein ganzzahliges Vielfaches der Anzahl der Kettenradzähne oder das Doppelte dieser Zahl ist. Dies verhindert eine „harmonische Schwingung zwischen Zahnzahl und Kettenglied“ und vermeidet periodisches Springen der Kette.
6. Installation und Ausrichtung
Kontrollieren Sie die Einbaugenauigkeit der beiden Kettenräder genau, um sicherzustellen, dass die Achsabstandsabweichung und die Parallelitätsabweichung der beiden Kettenräder den Standardanforderungen entsprechen. Verwenden Sie beispielsweise ein Laserausrichtungstool für Installation und Fehlerbehebung. die Parallelitätsabweichung sollte generell ≤ 0,5 mm betragen. Dies sorgt für einen normalen Eingriff zwischen Kette und Kettenrädern und reduziert ungleichmäßigen Verschleiß und Kettenspringen.
Erfordern strukturelle Parameter wie die Zahnbreite des Kettenrads und die Dicke der Nabe besondere Anpassungen?
Unter normalen Umständen sind keine besonderen Anpassungen für Strukturparameter wie Kettenradzahnbreite und Nabendicke erforderlich. In folgenden Fällen können jedoch Anpassungen in Betracht gezogen werden:
Zahnbreite: Bei großer Kettenspannung oder großer Querkraft kann die Zahnbreite entsprechend vergrößert werden, um die Tragfähigkeit des Kettenrades zu verbessern und ein Abrutschen der Kette zu verhindern. Allerdings erhöht die Vergrößerung der Zahnbreite auch das Gewicht und die Kosten des Kettenrads, sodass eine umfassende Balance erforderlich ist.
Nabendicke: Wenn das vom Kettenrad übertragene Drehmoment groß ist, sollte die Nabendicke entsprechend erhöht werden, um die Verbindungsstärke und Zuverlässigkeit zwischen Nabe und Welle sicherzustellen. Wenn das Kettenrad außerdem an Geräten mit starken Vibrationen montiert werden muss, kann die Nabendicke erhöht werden, um die Steifigkeit zu verbessern.